Schätze jüdischer Chormusik

veröffentlicht 25.04.2026 von pg, Paulusgemeinde Darmstadt

Liturgische Chorwerke, jiddische Lieder, Psalmen und Gebete – der Leipziger Synagogalchor bringt Musik zum Klingen, die nach der Schoah fast vergessen wurde. Ein Abend, der Schätze jüdischer Tradition lebendig werden lässt.

Schätze jüdischer Chormusik

Samstag, 23. Mai 2026, 19 Uhr
Pauluskirche Darmstadt

Werke von Salomone Rossi, Louis Lewandowski, Hermann Berlinski, Kurt Weill u. a.

Leipziger Synagogalchor
Clara-Sophie Rohleder, Sopran
Christian Pohlers, Tenor
Clemens Posselt, Klavier
Leitung: Philipp Goldmann

Foto: Nikolai Schmidt

Eintritt frei.

Seit über 60 Jahren widmet sich der Leipziger Synagogalchor der Aufführung jüdischer synagogaler und weltlicher Musik, in Programmen, wie sie schon der Chorgründer, der Leipziger Chasan Werner Sander, in den 1960er Jahren konzipiert hat. Sein Anliegen, dem Publikum ein möglichst breites Spektrum musikalischer Werke zu bieten, die nach der Schoah zum großen Teil in Vergessenheit gerieten, ist heute immer noch aktuell.

Im ersten Teil des Konzerts sind liturgische Chorwerke des 19. und 20. Jahrhunderts, Vertonungen von Psalmen und Gebeten, zu hören. Sie stammen aus Deutschland, Frankreich und den USA, komponiert von Louis Lewandowski, Salomon Jadassohn, Samuel Naumbourg, Samuel Lampel, Heinrich Schalit und Meir Finkelstein. Der zweite Teil ist jiddischen und hebräischen Liedern gewidmet. Die Lieder erzählen von Freud und Leid einer jungen Liebe, in die sich alle Familienmitglieder einmischen, von der wichtigen Aufgabe, Hebräisch zu lernen oder vom Rebben, der zu tief ins Glas schaut. Ob vergnüglich oder melancholisch, sie feiern das Leben.